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Dt. Langhaar 2

Zucht und ZielsetzungDie züchterische Zielsetzung des Deutsch-Langhaar-Verbandes bestimmt seit eh’ und je die Jagd. Der „alte deutsche Försterhund“ hat sich seit vielen Jahrzehnten einen hervorragenden Ruf als Vollgebrauchshund in Wald und Wasser gemacht. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass er bei entsprechender Führung faszinierende Arbeiten im Felde zeigen kann.Seine innere Ruhe und bedächtige Arbeitsweise haben ihm in der Zeit der großen Niederwildjagden den Spitznamen „Deutsch-Langsam“ eingebracht. Heute schätzen immer mehr Jäger seine ruhige und sachliche Art, die ihn auch in Zeiten in denen Hase, Huhn und Co. nur regional gut bejagbare Besätze aufweisen, als nahezu idealen Jagdbegleiter erscheinen lässt. Seit Jahrzehnten wird der DL auf Gesundheit, ruhiges Wesen, Passion, lautes Jagen und Wildschärfe züchterisch selektiert. Kein Wunder, dass diese langjährige und konsequent bei Rüden und Hündinnen durchgeführte Zuchtauswahl heute Früchte trägt. Trotz Rückgang der klassischen Feldjagd hält der DL-Verband seit vielen, vielen Jahren seine Welpenzahlen konstant bei rund 650 Welpen pro Jahr und von keiner Vorstehhundrasse wird ein so hoher Prozentsatz der gezüchteten Hunde auf den Anlagenprüfungen des JGHV geführt, wie bei DL. Nur bei einer Zucht nach der Bedarfssituation der Jägerschaft ist dieses Ziel erreichbar. Jeder Wurf zuviel führt zweifellos zur Abgabe der Welpen an ungeeignete Führer. Dieser Verantwortung sind sich die Züchter und Zuchtverantwortlichen im DLV bewusst. Dennoch, auch bei Deutsch-Langhaar gilt, wie bei allen Jagdgebrauchshunderassen, die sich nicht als „Jagdbegleithunde“ verstehen: Jagd und Jagdgebrauchshundezucht hat schon einfachere Zeiten erlebt!

Jagdlicher Einsatzbereich und SchwerpunkteEigentlich könnte man diesen Punkt des „Rasseportraits DL“ ganz kurz fassen. Ein gut abgeführter DL steht in allen Bereichen der Jagd seinen Mann! Ganz so banal lässt sich die Angelegenheit aber auch nicht beschreiben. Wie jede Jagdhunderasse, so hat auch der DL züchterische Schwerpunkte. Sie liegen eindeutig im Bereich der Wald- und Wasserarbeit. Fährtenlautes Jagen an Reh, Fuchs und Sau und unermüdliche Stöberarbeiten in schier undurchdringlich wirkendem Schilf auf Enten, ruhige, bedächtige Schweißarbeit auf alles Schalenwild und passionierte, spurbesessene Verlorenbringerarbeiten auf alles Niederwild sind sicherlich die Domäne des Deutsch-Langhaar. Wie bereits erwähnt, weiß der DL bei entsprechender jagdlicher Einsatzmöglichkeit auch vor dem Schuss im Feld zu brillieren. Wer aber Suchenstil, Kopfhaltung, Sprung und Eleganz der großen Suche bei seinem vierläufigen Jagdgefährten sucht, schaut sich besser nach einer anderen Rasse um. Auch derjenige, der bei einer Bewegungsjagd seinen Hund vom Stand schnallen möchte und erwartet, dass sein Hund 2-3 Stunden als Einzelhund jagt, wird mit einem DL nur selten richtig „angezogen“ sein.

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Gruppe Rheinland